Es ist über 50 Jahre her wo ich in Köln das Licht der Welt erblickte. Auch wenn Köln Mülheim auf der "Schäl Sick" (rechtsrheinisch) liegt bin ich ein waschechter "Kölscher Jong" und das Geburtshaus befindet sich im Blick auf Rhein und dem Kölner Dom.
Der Bezug zum Handwerk war durch die beiden Großväter gegeben. Der eine war als Huf-, Wagen- und Winkelschmied tätig. Der andere war als Elektromeister für die Elektifizierung der oberschlesischen Grubenbahnen im Braunkohletagebau verantwortlich. Trotz kaufmännischer Ausbidung zeigten auch die Eltern handwerkliches Geschick. Eltern und Großeltern fungierten hiebei als "Lehrmeister" und brachten mir das Handwerk nahe.
Nach der Fachhochschulreife studierte ich Maschinenbau mit Schwerpunkt Konstruktionstechnik. Während des Studiums war ich als studentische Hilfskraft für den Fach-
bereich tätig. Weitere Tätigkeiten erfolgten in einer Unternehmensberatung. Mit dem Diplom in der "Tasche" erfolgte die Anstellung als Assistent der Betriebsleitung in einer Gießerei.
Ein weiteres Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen und die parallele Ausbildung zum INDUSTRIAL ENGINEER im REFA Verband waren für einen "Techniker" eine wertvolle Ergänzung. Ein weiterer Schwerpunkt war die Wertanalyse bzw. das value engineering. Es hilft Kosten "einzusparen" und kann auch im Handwerk eingesetzt werden.
Es folgte eine fast fünfjährige, bundesweite Tätigkeit als freiberuflicher Unternehmensberater. Nun mussten die "Brötchen selbst verdient werden".
Wieder zurück im Rheinland nahm ich 1991 meine Tätigkeit als Technologieberater in der Handwerkskammer zu Köln auf. Sowohl die Handwerksunternehmen als auch der TTH-Ring NRW nahmen mich wohlwollend auf. Wenige Jahre später erfolgte neben der Technologieberatung die Leitung der technischen Unternehmensberatung.
Die gesamte Bandbreite vom gewerblichen Rechtschutz über Fördermittel, Expertenkontakte wie z. B. Hochschulen konnten abgedeckt werden. Die Unternehmen nahmen auch an zahlreichen Innovationspreisen teil und "bekamen" diese auch zumeist überreicht. Insbesondere der bundesweit ausgeschriebene Adalbert-Seifriz-Preis zeigte den Transfer zwischen Hochschule und Handwerk. Aber auch die Teilnahme am Innovationspreis Münsterland oder dem Kölner Innovationspreis war erfolgreich.
Ein "Ausflug" war aufgrund der Marktsituation die Qualitätsmangementschulung bei der Deutschen Gesellschaft für Qualitätsmanagement und die handwerksgerechte Beratung zu diesem Thema.
Ein Arbeitsschwerpunkt ist die Automatisierung von Handwerksbetrieben. Durch Automation sollen Handwerksbetriebe mit meisterlicher Qualität in die Lage versetzt werden Kleinserien zu fertigen um diese preisgünstig an den Markt abgeben zu können. Die Kontakte zu Hochschulen bestehen bereits.
Das Interesse zu Oldtimern ist nahezu ungebrochen. Auf die Restaurierung warten das elterliche Erbstück, eine NSU Quick Bj. 1936 (Nasenkolben, 98ccm, 2,7 PS !!!), ein DKW NZ 250 Bj 1939 und ein "neueres Modell", eine BMW R 25 Bj. 1951 - und das Handwerk spielt bei der Restaurierung dann wieder eine Rolle!




