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Fachverband des Tischlerhandwerks NRW
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Dipl.-Ing. Stefan Tomann

Stefan Toman, Fachverband des Tischlerhandwerks NRWIch mag behaupten, als jüngster Sohn von fünf Söhnen aus einer dem Handwerk treu gebliebenen Familie zu kommen. Der Vater war Mauerer und bildete sich später zum Bauingenieur und Architekten weiter. Dadurch gab es ständige Umbau- und Renovierungsarbeiten am Elternhaus, bei denen natürlich auch die Söhne mit anfassen mussten. Mein ältester Bruder lernte den Beruf des Radio- und Fernsehelektroniker. Auf diese Weise konnten damals viele Elektronikgeräte kostengünstig repariert und an individuellen elektronischen Lösungen gearbeitet werden. Heute schlägt sein Herz für Facility-Management. Mein zweitältester Bruder hat nie einen Handwerksberuf gelernt. Allerdings kenne ich auch keinen anderen Menschen, der so begabt ist wie er. Sein Haus hat er mit unserer Hilfe komplett alleine gebaut. Heute ist er Mathematiker aber nachwievor mit einem extremen handwerklichen Geschick ausgerüstet. Der mittlere Bruder genoss eine Ausbildung zum Metallbauer. Heute ist er Ausbilder in diesem Bereich und sorgt für frischen gut ausgebildeten Nachwuchs für das Handwerk. Mein jüngster Bruder hat das Klempnerhandwerk erlernt. Heute sind die Dimensionen seiner Rohre etwas angestiegen, da er sich mit dem Kanalbau und Hausanschlüssen beschäftigt.

Was mich betrifft, so habe ich nach der Schule das Handwerk des Tischlers in einer kleinen Tischlerei und Zimmerei erlernt. Wir waren mit Chef als Meister, Bruder des Chefs als Meister und Sohn des Chefs als Meister zu viert. Also genoss ich die Zeit von drei Meistern ausgebildet zu werden. Was mir auch besonders viel Spaß gemacht hat war die Kunst des Zimmerers. Mathematische Grundlagen und räumliches Denken sind unabdingbar für dieses Handwerk.

Ich entschloss mich nach meiner Ausbildung mein Fachabitur nachzuholen. Darauf folgten noch einige Jahre als Geselle in einer Zimmerei als ich 1990 nach Rosenheim in Bayern zog, um dort die Fachrichtung Holztechnik zu studieren. Wie heute waren damals Praxissemester üblich. Meines absolvierte ich hauptsächlich in einem Akustikbüro eines damaligen Professors. Dieser hatte zwei Mitarbeiter, die sich zum Ende meines Studiums selbstständig gemacht haben und ich ihr Vorhaben als freier Mitarbeiter unterstützt habe. Meine Aufgaben bestanden damals neben der wärmetechnischen Berechnung von Wärmedurchgangskoeffizienten und Analysen von Wärmebilanzen von Gebäuden in der akustischen Messung von Akustikelementen im Labor und auf Baustellen.

Der Grundstock meiner Familie, sprich meine Frau, zog mich wieder in meine Heimatregion Ostwestfalen / Lippe. Dort bekam ich den Job als Assistent der Geschäftsleitung einer Tischlerei und Zimmerei mit den typischen Aufgaben der Kalkulation, Materialdisposition, Arbeitsvorbereitung und Mitarbeitereinteilung sowie Baustellenbetreuung.

Bis Anfang 2007 war ich als Berater beim Technologie-Zentrum Holzwirtschaft angestellt. Dieses Ingenieurbüro berät ausschließlich Tischlereien bundesweit, jedoch mit Schwerpunkt Nordrhein-Westfalen.

Seit 2007 stehe ich beim Fachverband des Tischlerhandwerks NRW als Berater für den Technologie-Transfer-Ring Handwerk NRW zur Verfügung. Natürlich gibt es thematische Schwerpunkte, aber als Technologie-Transfer-Berater vom Technologie-Transfer-Ring Handwerk NRW gilt es allen Betrieben Informationen, Möglichkeiten und Chancen zu bieten. Dabei ist die Entwicklung von Netzwerkpartnern und qualifizierten Experten aus der Wirtschaft und der Wissenschaft ein unabdingbares Werkzeug.

Meine Freizeit versuche ich zwischen Hausrenovierung, der Familie und meinem kleinen Hobby, der Fliegerei von Miniaturhubschraubern, zu teilen. In letzter Zeit ist das Hobby zu kurz gekommen, da immer wieder neue Arbeiten und Baumaßnahmen am Haus anfallen. Wichtig ist mir der brüderliche Zusammenhalt zwischen mir und meinen Geschwistern. Da mittlerweile viele Kilometer zwischen uns liegen, werden Zusammenkünfte immer seltener. Daher veranstalten wir jedes Jahr ein mehrtägiges Brüderevent, gepaart mit ein paar sportlichen Aktivitäten und Zeit für einen gemeinsamen Gedankenaustausch.

 

Schwerpunkte: Energie & Umwelt , IuK-Techniken